Untere Rampe Teaser

Untere Rampe der Zahnradstrecke

Nachdem die Normalstrecke (oder auch Paradestrecke) weitestgehendst fertiggestellt ist, wird nun die Zahnradstrecke in Angriff genommen. Da hier wesentliche engere Radien gefahren werden (R1 = 60cm) kann man diese Strecke relativ einfach in die bestehende Anlage einpflegen.

Als ersten Schritt wurde auf der Seite des unteren Bahnhofs ein klassischer Wendel nach links drehend gebaut, wobei die Steigung in den Kurven deutlich geringer ausfällt als jene auf den geraden Zwischenstücken. Auf diese Weise konnte die Betriebssicherheit wesentlich gesteigert werden.

Die technischen Kennwerte des Wendels sind:

  • Steigung: maximal 15.9%
  • Hub der Rampe: 58cm
  • Stückelung der Kurven: 1/16 Segmente
  • Segmentbreite: 20cm (= 4.5m im Vorbild. Platz für ein Dienstweg wäre vorhanden.)

Die Stückelung in kleine 1/16-Segmente wurde notwendig, da die Steigung auch grosse seitliches Neigen der Holzelemente mit sich brachte. Zu Beginn wurden 1/8-Segmente verwendet, die aber dann beim Übergang jeweils sehr grosse "Treppen" zur Folge hatten. Mit der angewendeten, moderaten Kurvensteigung funktioniert die Bauweise einwandfrei.

Bezüglich Steigung eine Anmerkung. Die Theorie macht folgende Aussage: "Mit Hilfe der Zahnstangen lassen sich so bis zu 25% Steigung auf einem Meter überwinden und so eindrucksvolle Bergstrecken nachbilden." Nun, das mag sein und funktionieren, vorzugsweise aber nur auf einer geraden Strecke. Bei Kurven kommt noch eine zusätzliche Komponente dazu, die unbedingt berücksichtigt werden muss.

Sehr wichtig sind insbesondere bei Zahnradstrecken die "weichen" Ein- und Ausfahrten in und von Steigungen. Bei abrupten Steigungsänderungen "hockt" der Schneeräumer, der Kupplungshaken oder ein anderes, vorstehendes Teil, schnell einmal auf und im besten Fall gibt es ein ratterndes Geräusch, im schlechtesten Fall bockiert das Drehgestell und die kräftige Zahnradlok schiebt von hinten, so dass die Wagen aus den Gleisen springen.

Noch ein bisschen Mathematik zum Abschluss, als Hilfestellung für Umrechnungen von Prozent auf Grad (wie sie beispielsweise bei einer Gehrungssäge eingestellt werden müssen). Der Formalismus wurde von Excel übernommen:

  • Steigung in Grad ist gleich dem Arkustangens der Steigung in Prozent
    • Beispiel: Alpha = arctan(10%) = 5.7°
  • Vorsicht: MS Excel rechnet von Haus aus im Bogenmass und nicht in Grad.
    • Für Excel sind 180° = PI() = 3.14
    • Also in MS Excel: Steigung in Grad = ARCTAN(Steigung in Prozent) / ( PI() * 180 )

Als nächstes muss nun die Zahnstange eingebaut werden. Hierzu wird bei der rankbahn.ch das Zahnstangensystem von trainli verwendet, da die "Clips" von LGB zwar einbautechnisch, nicht aber optisch zu überzeugen vermögen.

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