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Die Epochen in der Entwicklungsgeschichte der Eisenbahn

„In der Entwicklungsgeschichte der Eisenbahn zeichnen sich deutlich Epochen ab, die durch technische Merkmale und wechselnde gesellschaftliche Strukturen gekennzeichnet sind. Die Epochen kommen sowohl im Streckenbild, z.B. im Bau- und Signalwesen, als auch in der Bauart, Farbgebung und Beschriftung der Fahrzeuge zum Ausdruck. Fahrzeuge und Zubehör sind daher einer bestimmten Epoche zuzuordnen.“

Soweit die Ausführungen des MOROP (Verband der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas), der in den sogenannten NEM, den Normen europäischer Modelleisenbahnen verschiedene Dinge normiert, bzw. entsprechende Empfehlungen ausspricht. Solche Empfehlungen gibt es auch in Bezug auf die Epochen. In der NEM 800 werden die Eisenbahn-Epochen behandelt, in der NEM 804 CH insbesondere jene der Schweiz. Die Epochen werden mit römischen Ziffern benannt.

Nachfolgend ein gekürzter Auszug aus der genannten Norm:

  • Epoche I (bis 1920): Epoche des Eisenbahnbaus von den Anfängen bis zum fast vollständigen Ausbau des Netzes. Abschluss der Dampflokentwicklung. Anfänge des elektrischen Betriebes.
  • Epoche II (1920-1945): Elektrifikation der meisten Linien. Nebeneinander von Dampf- und Elektrobetrieb bei den SBB.
  • Epoche III (1945-1970): Restelektrifikation, Einführung Drehgestell-Hochleistungslok und – Triebwagen in grossem Umfang, Ablösung der Dampflok im Rangierdienst durch Diesellok.
  • Epoche IV (1970-1990): Betrieb mit Einheitsfahrzeugen, UIC-Beschriftungen der Reisezugwagen, Einführung R-Fahrleitung.
  • Epoche V (1990-2005): Grosse Fahrzeugerneuerungen bei SBB und Privatbahnen, neue Fahrzeugfarben, u. a. RhB Rot), Panoramawagen, Verpendelung des SBB- Personenverkehr, ausländische HG-Züge (TGV, ICE) Netzausbauten „Bahn 2000“, Grossbaustellen„Alptransit“ (Gotthard- und Lötschberg-Basistunnel), Inbetriebnahme Vereinalinie RhB, Einführung neues Signalsystem „N“.
  • Epoche VI (ab 2005): Inbetriebnahme Schnellfahrstrecken Olten – Bern und Lötschberg-Basistunnel mit Führerstandsignalisierung (ETCS Level 2); Aussenaufstellung der Signale auf Doppelspurstrecken. Rückbau der Güteranlagen bei zahlreichen kleineren Bahnhöfen in der Fläche und Ersatz von kleineren Bahnhofsgebäuden durch einfache Haltestellen-Überdachungen. Einführung einer neuen Fahrleitungsbauart RE 230 bei den SBB. Im Reisezugdienst weitestgehend Einsatz von Wende- oder Triebzügen, Ausrangierung Einheitswagen I und II und der Triebwagen aus den 60er Jahren; Farbschema weiss/schwarz auch bei den SBB-Fahrzeugen des Regionalverkehrs, Betrieb der S-Bahn Bern durch BLS, Ausgedehnter Einsatz von ausländischen Mehrsystemlokomotiven im Transit-Güterverkehr; Einführung 12-stelliger UIC-Nummern auch bei Triebfahrzeugen, Bildung von regionalen Tochtergesellschaften der SBB für den Regionalverkehr in der Ostschweiz (THURBO), im Wallis (Région Alps) und im Tessin (TILO); Fusionen von Privatbahnen.

Die rankbahn.ch bewegt sich grundsätzlich in den Epochen V und VI, wobei auf der Zahnradstrecke beispielsweise HGe 2/2 Loks der Schöllenenbahn in der originalen blau-weiss Lackierung, also auch in der roten Lackierung aus der späteren Zeit der FO verkehren. Dies wird im Anlagenkontext im Sammelbecken der „historischen Eisenbahnfahrzeuge“ gehandelt und ist damit auch zulässig. Das Analoge gilt für die alten Hauptsignale auf der gleichen Strecke.

Aufgrund der nur eingeschränkt verfügbaren Modelle für den Landschafts- und Städtebau mag die eine oder andere Ecke auf der Anlage etwas antiquiert erscheinen. Es ist aber trotzdem nicht ganz unmöglich, dass man solche und ähnliche Situationen irgendwo in der Schweiz antreffen kann.

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